Methodik
So funktioniert der BioAge-Test
Der BioAge-Test schätzt, wie alt dein Körper biologisch ist. Hier erfährst du, welche Angaben in die Schätzung eingehen, wie daraus eine Zahl wird und wo die Grenzen liegen.
Was der Test erfasst
Der Test fragt nach Gewohnheiten und Lebensumständen, die in Studien mit dem Tempo des Alterns in Verbindung stehen. Er konzentriert sich bewusst auf Faktoren, die du beeinflussen kannst. Genetik und Geschlecht fließen nicht ein: Sie lassen sich nicht ändern, und der Test soll zeigen, wo du selbst ansetzen kannst.
Die 25 Fragen verteilen sich auf fünf Bereiche. Nicht jeder Bereich zählt gleich viel. Die Gewichtung stammt aus den Lebensstil-Modellen nach Bamberger und Despeghel und wurde anhand aktueller Studien angepasst:
- Lebenszufriedenheit (8 Fragen): 35,7 %. Dazu gehören Stress, Glück, soziale Beziehungen, die Zufriedenheit mit der Haupttätigkeit, Hobbys und Entspannung.
- Ernährung (5 Fragen): 18,1 %. Obst und Gemüse, Fisch, Fleisch, Trinken und der Body-Mass-Index.
- Bewegung (4 Fragen): 18,0 %. Ausdauer, Krafttraining, Alltagsbewegung sowie Gleichgewicht und Beweglichkeit.
- Konsum (3 Fragen): 15,6 %. Rauchen und Alkohol.
- Selfcare (5 Fragen): 12,6 %. Schlaf, Sonnenschutz, Vorsorge und Mundgesundheit.
Auch innerhalb eines Bereichs haben die Fragen unterschiedliches Gewicht. Ein verlässliches soziales Netz zählt zum Beispiel mehr als die Zufriedenheit mit der Arbeit, weil der Zusammenhang mit der Lebenserwartung deutlich besser belegt ist.
Wie aus deinen Antworten eine Zahl wird
1. Die mögliche Spanne. Ausgangspunkt ist dein Kalenderalter. Nach dem Modell von Bamberger kann der Lebensstil das biologische Alter um rund 46 % des Kalenderalters verschieben, also etwa 23 % nach unten und 23 % nach oben. Bei 40 Jahren reicht diese Spanne von rund 31 bis 49 Jahren.
2. Punkte je Antwort. Jede Antwort bekommt einen Wert zwischen 0 und 1. 0 steht für die günstigste Gewohnheit, 1 für die ungünstigste. Bei den Schiebereglern zählt, wo du den Regler einstellst. Beim Body-Mass-Index zählt, in welchem Bereich dein Wert liegt; wenn du den Taillenumfang angibst, fließt er mit ein.
3. Ergebnis je Bereich. Aus den gewichteten Punkten eines Bereichs ergibt sich, wo du innerhalb der Spanne stehst: ganz links, wenn alle Antworten günstig sind, ganz rechts, wenn alle ungünstig sind. So entstehen die fünf Balken auf deiner Ergebnisseite.
4. Eine Besonderheit beim Konsum. Nicht zu rauchen und kaum Alkohol zu trinken, macht dich im Test nicht jünger als dein Kalenderalter. Es bewahrt dich davor, älter zu werden. Deshalb beginnt der Balken für Konsum bei deinem Kalenderalter und kann nur nach oben gehen.
5. Dein Gesamtergebnis. Die fünf Bereichswerte werden mit ihrer Gewichtung zu einer Zahl zusammengefasst. Bei 40 Jahren liegt das Ergebnis je nach Lebensstil zwischen etwa 32,2 und 50,7 Jahren. Der Zeitstrahl auf deiner Ergebnisseite zeigt diese Spanne für dein Alter.
Wie die größten Hebel ausgewählt werden
Für jede Frage wird berechnet, wie viel sie gerade zu deinem Ergebnis beiträgt: Gewicht der Frage mal deine Punkte. Die drei Fragen mit dem größten Beitrag erscheinen als deine größten Hebel, sofern dort wirklich Luft nach oben ist.
Die Angabe „Bis zu … Jahre jünger“ zeigt, um wie viel jünger dein Ergebnis ausfiele, wenn du bei dieser einen Frage die günstigste Antwort geben könntest und alles andere gleich bliebe. Unter „Das läuft bei dir schon richtig gut“ stehen Gewohnheiten, bei denen du bereits die günstigste oder eine sehr gute Antwort gegeben hast.
Wo die Grenzen liegen
Es ist eine Schätzung, keine Messung. Biologisches Alter lässt sich im Labor zum Beispiel über epigenetische Uhren bestimmen. Der BioAge-Test misst nichts davon. Er schätzt anhand deiner Angaben, in welche Richtung dein Lebensstil wirkt.
Er beruht auf deinen eigenen Angaben. Wer sich selbst einschätzt, liegt manchmal daneben, etwa beim Schlaf oder bei der Bewegung. Das Ergebnis ist so genau wie die Antworten.
Die Forschung zeigt vor allem Zusammenhänge. Viele Erkenntnisse stammen aus Beobachtungsstudien. Sie zeigen belastbare Zusammenhänge, aber keinen endgültigen Beweis für Ursache und Wirkung. Die Gewichtung des Tests ist ein Modell, das diese Studienlage vereinfacht zusammenfasst.
Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Der Test stellt keine Diagnose und sagt nichts über einzelne Krankheiten aus. Er ist ein Motivationsinstrument: Er soll zeigen, wo sich eine Veränderung für dich besonders lohnen könnte.
Was mit deinen Angaben passiert
Die Rechnung läuft vollständig in deinem Browser. Deine Antworten werden nicht an einen Server geschickt, nicht gespeichert und nicht ausgewertet. Wenn du die Seite neu lädst, sind sie weg. Auch das Bild zum Teilen entsteht in deinem Browser und wird nur verschickt, wenn du es selbst teilst.
Wissenschaftliche Grundlage: Gewichtungsmodelle nach Bamberger 2006 und Despeghel 2016 · Despeghel & Krüger, Die BioAge Challenge · Blackburn & Epel, Die Entschlüsselung des Alterns 2017 · Holt-Lunstad, Smith & Layton, PLoS Medicine 2010 (öffnet in neuem Tab) · Belsky et al., PNAS 2015 (öffnet in neuem Tab) · Horvath, Genome Biology 2013 (öffnet in neuem Tab)
Mehr zum Hintergrund findest du im Artikel Biologisches Alter einfach erklärt und in den einzelnen Artikeln im Bereich Wissen.